Zimmerpflanzen sind nicht nur dekorativ, sondern sorgen auch für eine Verbesserung des Raumklimas. Sie sorgen für Luftfeuchtigkeit und filtern Schadstoffe aus der Luft.
Die Auswahl an Zimmerpflanzen ist groß. Egal ob Sie sich nun für Efeu, Birkenfeige, Gummibaum, Kakteen, Drachenbaum, Einblatt oder andere Grün- und Blühpflanzen entscheiden - vergessen Sie dabei nicht, dass jede Pflanze unterschiedliche Ansprüche an Wasserversorgung, Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit hat.
Sehr wichtig für das Wachstum einer Pflanze ist der richtige Standort. Die Standorte lassen sich im allgemeinen unterteilen in sonnige (am Fenster in Südrichtung), halbschattige (in Fensternähe) und schattige (Fensternähe nicht notwendig). Achten Sie auch auf den Hinweis "ohne direkte Sonneneinstrahlung" - diese Pflanzen bitte nicht an ein Fenster in Südrichtung stellen, auch wenn sie hell stehen sollen.
Ohne die richtige Bewässerung nützt auch der beste Standort nichts. Grundsätzlich gilt, nur dann gießen, wenn die oberste Schicht Erde trocken ist. Dabei ist es oft ausreichend, die Pflanzen ca. alle zwei Wochen mit reichlich zimmerwarmen Wasser zu gießen. Wenn Sie viel unterwegs sind, und eine regelmäßige Bewässerung nicht gewährleisten können, bieten sich sogenannte Hydrokulturen für Sie als Alternative an. Anstatt in Erde werden die Pflanzen in ein Tongranulat gepflanzt, welches Wasser länger speichert.
Lässt der Pflanzenwuchs nach oder werden die Blätter gelblich, braucht die Pflanze zusätzliche Nährstoffe, welche Sie durch Düngung zuführen können. Auch sollten die Pflanzen alle 2-3 Jahre umgepflanzt werden, da dann ungefähr die Nährstoffe in der Erde verbraucht sind.
Auch bei der Wahl des Blumentopfes sollten Sie die Unterschiede der Materialien nicht außer Acht lassen.
Ein Tontopf kann zwar auch Feuchtigkeit von außen aufnehmen, aber er verdunstet auch Feuchtigkeit. Für Zimmer-
pflanzen bedeutet dies, die Erde trocknet schneller aus und es muss eher gegossen werden.
Bei einem Kunststofftopf ist ein funktionierender Wasserabzug um so wichtiger, da die Wände kein Wasser aufnehmen können. Dadurch entsteht auch keine Verdunstungskälte, welche bei einem Tontopf sogar ein bis zwei Grad Celsius ausmachen können. Algen und Moos lagern sich nicht ab und er ist leicht zu reinigen. Wenn Sie einen Übertopf bevorzugen, darf dieser nicht zu eng sein, an den Seiten sollte genügend Luft bleiben. Stellen Sie sicher, dass der Topf nicht direkt auf dem Boden steht. Dies erreichen Sie durch eine Schicht kleiner Kiesel oder Blähton, so können Sie vermeiden, dass der Topf direkt im Wasser steht und arbeiten so der Wurzelfäule entgegen.
Ein optimaler Standort und die richtige Bewässerung sind die besten Vorsorgemaßnahmen gegen Schädlinge. Gerade im Winter sind Zimmerpflanzen ziemlich geschwächt und anfällig. Dies kommt daher, dass es für sie weniger Licht gibt, die Wachstumsperiode zurück geht und die Bewässerung nur selten auf diese veränderten Bedingungen umgestellt wird. Die Pflanzen stehen dann entweder zu nass oder zu trocken. Am besten zum Winter hin nicht einfach in den gewohnten Intervallen gießen, sondern erst fühlen, ob die Erde auch trocken ist.






