Lohnen sich die Mehrkosten für einen Kellerbau?
Ein Keller lohnt sich immer!
Er bietet nicht nur Platz für Heizung, Warmwasserboiler, Waschmaschine, Lebensmittel, Getränke und diverses Hobbyzubehör oder Sportausrüstungen, die sonst im Wohnraum oder einem zusätzlichen Schuppen gelagert werden müssten – ein Keller kann auch als günstiger Wohnraum dienen, der voll genutzt werden kann. Ein Schuppen zum Beispiel bedeutet ebenso Mehrkosten und Aufwand und wäre als Wohnraum nicht wirklich zu nutzen, auch die Gartenfläche würde sich dadurch verkleinern.
Ein Keller zeichnet sich zusätzlich dadurch aus, dass er auch eine gute Geldanlage ist. Ein Haus mit Keller lässt sich nicht nur besser verkaufen als eins ohne mit vergleichbaren Baukosten, sondern erziehlt auch einen deutlich höheren Preis. Auch ist ein Haus mit Keller um 10% höher beleihbar.
Doch sollte ein Keller auch richtig geplant und gut gebaut werden.
Passen Sie die Bauausführung Ihres Kellers entsprechend seiner späteren Verwendung an.
Sollen auf keinen Fall in dem Keller Wohnräume entstehen, ist es meistens ausreichend, einen einfachen Kellerboden und Wände herzustellen, auch kann auf erhöhte Wärmedämmung verzichtet werden. So haben Sie dann auch das typische Klima für Kellerräume – kühl im Sommer, mild im Winter, welches sich bestens eignet für Lagerungen vieler Art.
Haben Sie vor, den Keller als Wohn- oder Hobbyraum, Gästezimmer oder Büro zu nutzen, dann kommen Sie an einer guten Wärmedämmung nicht vorbei. Bedenken Sie dies aber auch schon bei der Planung der Raumhöhe, denn durch den stärkeren Estrich und die dickere Wärmedämmschicht verringert sich die Raumhöhe während des späteren Ausbaus. Da es sich um mögliche Wohnräume handelt, sollten Sie auch die Fenster dementsprechend auswählen, um für möglichst viel Licht und eine gute Luftzirkulation zu sorgen. Um für einen angenehmen Wohnraum zu sorgen, vergessen Sie auch nicht Heizungsanschlüsse, ausreichende Stromzuführungen und an die Wohnräume angepasste Türen.
Schon die Wahl des Kellerbaustoffes kann eine einfache und günstige Wärmedämmung des Kellers bedeuten.
Eine große Gefahr für den Keller ist die Feuchtigkeit.
Feuchtigkeit dringt von außen ein, wenn die Abdichtung der Kellerwände fehlerhaft ist. Dies kann z. B. passieren, wenn beim Befüllen der Baugrube die Isolierschicht der erdberührenden Teile beschädigt wird. Dies kann zum Beispiel geschehen durch scharfkantige Teile, große Steine oder Abfall, der in der Baugrube entsorgt wurde.
Achten Sie auch darauf, dass Kellerlichtschächte ausreichend entwässern können.
Eine dichte "Wanne" oder Drainage ist bei stauendem Grundwasser nötig, damit das Wasser dann in die Kanalisation umgeleitet werden kann.
Aber Probleme mit Feuchtigkeit haben ihren Ursprung nicht nur in der Konstruktion, auch falsches Heizen und Lüften können Feuchtigkeit begünstigen. An nicht oder sehr wenig beheizten Wänden kann die Feuchtigkeit an den kalten Wänden kondensieren. Dies bildet einen guten Nährboden für Schimmelpilzsporen.
Bei kapillaren Materialien (z. B. moderne Ziegel) ist die Gefahr der Feuchtigkeitsbildung sehr gering, da diese Materialien viel Luftfeuchtigkeit aufnehmen können. Die Wandoberflächen bleiben trocken und Schimmelpilze finden keine Grundlage.
Sind diese massiven Wandbaustoffe noch mit einem gutem Wärmeschutz ausgerüstet, fällt die Wandtemperatur nicht so weit ab, dass Feuchtigkeit kondensieren kann. Eine zusätzliche Dämmung auf der Kelleraußenwand kann so entfallen.







